In diesem vom Landkreis Oldenburg geförderten Projekt habe ich mich mit der Hunte in ihrem Verlauf künstlerisch auseinandergesetzt – einem Fluss, der die Landschaft prägt und im Laufe der Geschichte sowohl Lebensader als auch Bedrohung war. Diese künstlerische Auseinandersetzung bildete die Grundlage für ein gemeinsames Projekt mit dem Wahlpflichtkurs der 8.Klasse der Realschule Wildeshausen.
Im Zentrum stand die Annäherung an die eigenen Umgebung durch künstlerische Mittel: Die Schüler*Innen erforschten die Hunte-Landschaft in ihrer unmittelbaren Nähe und entwickelten daraus eigene gestalterische Ideen. Dabei konnten sie ihre individuellen Fähigkeiten entdecken und gezielt weiterentwickeln. In praktischer Arbeit setzten sie sich mit zeichnerischen Techniken vor der Natur sowie mit den Grundlagen von Komposition, Form und Farbe auseinander. Auf Leinwänden entstanden eigenständige Werke, die sowohl die persönliche Sichtweise als auch die gemeinschaftliche Erfahrung mit dem Fluss sichtbar machten.
Ein besonderes Highlight des Projektes war die Gestaltung eines großformatigen Leporellos in Gemeinschaftsarbeit, das die Hunte als verbindendes Element thematisiert. Dieses zentrale Werk sowie die Einzelarbeiten wurden im Rahmen einer feierlichen Vernissage im Kreishaus Wildeshausen der Öffentlichkeit präsentiert.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie künstlerische Prozesse junge Menschen dabei unterstützen können, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen, ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern und gestalterisch selbstwirksam zu werden.